Bundesnetzagentur leitet Aufsichtsverfahren gegen BEV ein

von Wolfgang Mayer

Über den Energieanbieter BEV häuften sich die Beschwerden. Nun hat die Bundesnetzagentur ein Aufsichtsverfahren eingeleitet.

Kunden der Bayerischen Energieversorgungsgesellschaft (BEV) haben in jüngster Zeit Briefe erhalten, die drastische Preiserhöhungen ab dem 1. Februar ankündigen. Viele von ihnen haben sich daher an ihre jeweiligen Verbraucherzentralen gewendet. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen beispielsweise registrierte seit Herbst 2018 eine „auffällige Häufung“ der Beschwerden über die BEV, hieß es in einer Mitteilung. Zu keinem anderen Anbieter liegen den Angaben nach derzeit vergleichbar viele Beschwerden vor.

Bei der Verbraucherzentrale seien Kundenanschreiben eingegangen, in denen die BEV eine Anhebung des monatlichen Grundpreises von 27,51 Euro auf 101,48 Euro ankündigt. „Eine Preisanpassung in dieser Größenordnung ist aus unserer Sicht nicht zulässig und widerspricht meist den Vertragsbedingungen“, erklärt Energierechtsexpertin Tiana Preuschoff.

Wie ein Sprecher der Bundesnetzagentur dem Nachrichtenmedium Welt bestätigte, sei BEV nun aufgefordert worden, Stellung zu beziehen. „Die Beschwerden gegenüber dem Unternehmen wegen intransparenter Zwischenabrechnungen und nicht eingehaltener Anforderungen an Rechnungen für Energielieferungen haben sich gehäuft“, wurde Fiete Wulff, Sprecher der Bundesnetzagentur, zitiert.

Quelle: E&M powernews vom 17.01.2019

Zurück